Alltag im Griff?
Unsere Arme und Hände sind ständig im Einsatz, sei es für gezielte Handgriffe oder unbewusste Gesten. Nach einer Amputation im Armbereich können Prothesen dabei unterstützen, einen Teil der verlorenen Funktionalität zu kompensieren. Sie helfen, alltägliche Aktionen wieder durchführbar zu machen.
Abhängig von der Höhe der Amputation stehen unterschiedliche Versorgungskonzepte zur Verfügung. Das Spektrum reicht von rein optischen (kosmetischen) Versorgungen bis hin zu funktionellen Prothesen, die entweder durch Körperkraft oder mittels elektronischer Signale gesteuert werden. Die Abstimmung auf Ihre individuellen körperlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse ist die Grundlage für eine adäquate Versorgung.
In der Anpassungsphase, auf dem Weg zur definitiven Versorgung, fertigen wir nach erfolgreicher Bewilligung häufig eine Interims- oder Probeprothese an. Diese ermöglicht es, Elemente wie den Schaft über einen längeren Zeitraum anzupassen und zu erproben. Zugleich bietet diese Phase die Gelegenheit, unterschiedliche Steuerungsmethoden oder Hand-Systeme zu testen. Wir nehmen uns die hierfür notwendige Zeit, um eine Versorgung zu finden, die Ihren Anforderungen bestmöglich entspricht.
Der Fokus dieser Prothesen liegt auf der Wiederherstellung eines möglichst unauffälligen äußeren Erscheinungsbildes. Sie werden daher auch als passive Prothesen bezeichnet, da sie in der Regel über keine aktiven Greiffunktionen verfügen. Neben dem optischen Aspekt, der für das Wohlbefinden wichtig sein kann, erfüllen sie oft auch eine statische Funktion: Sie können als Gegenhalt dienen und durch ihr Gewicht einem Ungleichgewicht und möglichen Haltungsschäden entgegenwirken.
Für die Ausführung aktiver Bewegungen werden häufig elektrisch angetriebene Komponenten verwendet. Da die Energie für die Bewegung von außen (z.B. durch einen Akku) zugeführt wird, spricht man von Fremdkraftprothesen. Die Steuerung erfolgt myoelektrisch: Elektroden, die im Schaft integriert sind und auf der Haut anliegen, messen feine Muskelspannungen an der Hautoberfläche. Diese Signale werden von der Prothesensteuerung verarbeitet, um Aktionen wie das Öffnen, Schließen oder Drehen der Hand auszulösen.
Oberarmamputation
Ellenbogenexartikulation
Dysmelie
Handgelenkexartikulation
Haben Sie noch offene Fragen oder wünschen Sie eine Einschätzung zu Ihrer aktuellen Versorgungssituation? Ganz gleich, ob Sie vor Ihrer ersten Prothese stehen oder bereits langjährige Erfahrung als Anwender mitbringen – wir nehmen uns die Zeit, Ihre Anliegen detailliert zu besprechen.
Vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein persönliches Gespräch in unserer Manufaktur oder kontaktieren Sie uns vorab telefonisch. Gemeinsam klären wir, welche konkreten Möglichkeiten die moderne Orthopädietechnik für Ihren individuellen Bedarf bereithält.